Marlen kommentiert das neue Prostitutions"Schutz"Gesetz  in der Siegessäule Berlin.

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So wenig Sonnencreme die Sonne schütze, so wenig würde das Gesetz Prostituierte schützen, heißt es in einer Pressemitteilung von Dona Carmen e. V., dem Verein für soziale und politische Rechte von Prostituierten. Tatsächlich: Ich frage mich, wer hier vor wem geschützt werden soll.

 

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Zweifel, so denke ich, die bürgerliche Moral vor Anschlägen auf die sexuelle Ordnung. Und das deutsche Gewissen ist beruhigt: Wir haben etwas getan. So kann es ja auch nicht weitergehen mit dem „Großbordell Deutschland“. Geschützt sind wir vor der Ahnung, was es wirklich zu ändern gäbe, um Missbrauch, sexuelle Ausbeutung und Zwangslagen von Männern und Frauen in der Sexindustrie zu verhindern.

 

Das Gesetz hält keine einzige Regelung bereit, die Sexarbeiter*innen zum Schutz gereichen würde, es enthält keine Angebote, die sie persönlich oder strukturell in eine selbstbestimmtere Position bringen. Wohl aber eine ansehnliche Liste von Verpflichtungen und Einschränkungen. Dieses Gesetz ist ein Regelwerk der Repression und umfassenden Kontrolle. Es erschwert das Arbeitsleben und bedeutet für manche das berufliche Aus. Und damit den Entzug der vielleicht einzigen finanziellen Existenzgrundlage. Die Folgen sind absehbar: Viele Sexarbeiter*innen werden im Untergrund weiterarbeiten und sind somit im rechtsfreien Raum noch weniger geschützt als zuvor.

 

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