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Teil 1: Tantra - Keine Unterscheidung zwischen heilig und profan?

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Am 1. Juli 2017 ist das „ProstitutiertenSchutzGesetz“ in Kraft getreten. Das Gesetz mit dem irreführenden Namen hält eine Reihe neuer Bestimmungen und Auflagen bereit für Menschen, die professionell mit Sexualität arbeiten. Sowohl für Betreiber*innen von Prostitutionsstätten als auch für Einzelpersonen werden die Arbeitsbedingungen massiv erschwert. Insbesondere die eingeführte Meldepflicht für Prostituierte sowie die Pflicht, ab spätestens 1. Januar 2018 den sogenannten „Hurenausweis“ mit sich zu führen, lassen starke Zweifel daran aufkommen, ob das Gesetz wirklich zum Schutze gedacht war oder nicht vielmehr zur umfassenden Kontrolle und Überwachung von Sexarbeiter*innen.

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Marlen's letzter Artikel über ihre Erfahrungen als Sexarbeiterin: Frauen als Kundinnen in der Sexarbeit? Gibt es das überhaupt?

 

"Die letzte Frau, die zu mir kam, war kurz vor Ende der Session windelweich. Sie reckte mir beständig ihre Vulva entgegen und rief: „Das ist so geil, so geil! Ich halt’s nicht aus. Mach weiter, mach weiter!“ "

"(...) Meine Erfahrung ist, dass Frauen gar nicht so viel anderes wollen als Männer. Sie haben Lust und sind neugierig, sie verfügen über Ressourcen, um sich zu verschaffen, was sie interessiert. Die Frauen, die zu mir kommen, wollen oft ein Stück ihrer Sexualität erforschen. Sie suchen Neuland, sie stehen häufig an einer Schwelle. (...) "

 

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Am 1. Juli 2017 trat das Prostituierten”Schutz”Gesetz in Kraft. Gedanken an einem traurigen Tag

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Vor etwas mehr als einer Woche war ich eine der glücklichsten Sexarbeiterinnen Deutschlands. Ich war Teil der „SexClinic“ , einer Performance von Dr. Annie Sprinkle und Beth Stephens auf der Documenta in Kassel.
In der „ Free Sidewalk Sex Clinic“ geben Sexratgeber*innen freie Beratung an das geneigte Publikum. Alle können kommen und dieses Angebot in Anspruch nehmen. Qualifizierte Ratgeber*innen sind zum Beispiel: Sexualpädagog*innen und -therapeut*innen, Pornodarsteller*innen, selbsternannte Heiler*innen, Stripper*innen, Dominas und andere Sexarbeiter*innen. Es handelt sich also um einen sehr breites Verständnis von „Expertise“ zum Thema Sex.

Marlen kommentiert das neue Prostitutions"Schutz"Gesetz  in der Siegessäule Berlin.

Siegessaule Vorschaubild

 

So wenig Sonnencreme die Sonne schütze, so wenig würde das Gesetz Prostituierte schützen, heißt es in einer Pressemitteilung von Dona Carmen e. V., dem Verein für soziale und politische Rechte von Prostituierten. Tatsächlich: Ich frage mich, wer hier vor wem geschützt werden soll.

 

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