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WDR einslive hat mich zu einem Interview im Rahmen eines Programms zu “Meinungsvielfalt und Dialog” zum Thema Prostitution eingeladen - und es entpuppte sich als nicht konsensuelle Reality Show. Vor laufender Kamera sollte ich auf eine Prostitutionsgegnerin treffen - ohne Vorbereitung. Das fand ich zum Kotzen.

Teil 1: Tantra - Keine Unterscheidung zwischen heilig und profan?

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Am 1. Juli 2017 ist das „ProstitutiertenSchutzGesetz“ in Kraft getreten. Das Gesetz mit dem irreführenden Namen hält eine Reihe neuer Bestimmungen und Auflagen bereit für Menschen, die professionell mit Sexualität arbeiten. Sowohl für Betreiber*innen von Prostitutionsstätten als auch für Einzelpersonen werden die Arbeitsbedingungen massiv erschwert. Insbesondere die eingeführte Meldepflicht für Prostituierte sowie die Pflicht, ab spätestens 1. Januar 2018 den sogenannten „Hurenausweis“ mit sich zu führen, lassen starke Zweifel daran aufkommen, ob das Gesetz wirklich zum Schutze gedacht war oder nicht vielmehr zur umfassenden Kontrolle und Überwachung von Sexarbeiter*innen.

Befreiung der weiblichen Begehrens

In der taz habe ich über die "potente Frau" geschrieben. Hier könnt ihr den Artikel vom 4. Juli nachlesen. Oder klicke auf das Foto!

 

Foto: André Wunstorf Thanks!

Am 1. Juli 2017 trat das Prostituierten”Schutz”Gesetz in Kraft. Gedanken an einem traurigen Tag

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Vor etwas mehr als einer Woche war ich eine der glücklichsten Sexarbeiterinnen Deutschlands. Ich war Teil der „SexClinic“ , einer Performance von Dr. Annie Sprinkle und Beth Stephens auf der Documenta in Kassel.
In der „ Free Sidewalk Sex Clinic“ geben Sexratgeber*innen freie Beratung an das geneigte Publikum. Alle können kommen und dieses Angebot in Anspruch nehmen. Qualifizierte Ratgeber*innen sind zum Beispiel: Sexualpädagog*innen und -therapeut*innen, Pornodarsteller*innen, selbsternannte Heiler*innen, Stripper*innen, Dominas und andere Sexarbeiter*innen. Es handelt sich also um einen sehr breites Verständnis von „Expertise“ zum Thema Sex.

“Was ist eine Vagina?” so lautete eine Zwischenüberschrift in der Rede von Dr. Ingeborg Kraus am 3. Dezember 2017 auf einer Veranstaltung in der Urania: “Sexarbeit - der zerschmetterte Mythos”. Der Titel der Rede : “Darf die Vagina Arbeitswerkzeug sein?”

was ist eine Vagina

"(...)Kann man die Vagina zu einem Staubsaugerrohr reduzieren? Anatomisch und psychologisch ist es nicht möglich. Die Vagina, und damit meine ich die weiblichen Sexualorgane, sind nicht trennbar vom Frauenkörper. Ganz im Gegenteil, es ist ein hochsensibles Organ, das mit unserem Gehirn und unserem ganzen Körper verbunden ist. Es ist das intimste, was eine Frau besitzt."
Ich werde ja, zugegeben, misstrauisch, wenn mir jemand die Welt - oder in dem Fall meinen Körper erklärt. Vor allem, wenn es Prostitutionsgegner*innen sind.