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Selbstgespräch einer sexuell selbstbestimmten Frau

 

Das Schweizer Fernsehen, SRF, hat sich in einem philosophischen Stammtisch der Frage angenommen, ob man für Sex zahlen dürfe .
Erstmal Dank an die Kollegin und einzige Sexarbeiterin am Tisch Salome Balthus, dass Du die Fassung gewahrt hast, obwohl du ja sogar angekündigt hast, im Laufe des Gespräches vielleicht ausfallend zu werden. Chapeau, nicht geschehen.

“Was ist eine Vagina?” so lautete eine Zwischenüberschrift in der Rede von Dr. Ingeborg Kraus am 3. Dezember 2017 auf einer Veranstaltung in der Urania: “Sexarbeit - der zerschmetterte Mythos”. Der Titel der Rede : “Darf die Vagina Arbeitswerkzeug sein?”

was ist eine Vagina

"(...)Kann man die Vagina zu einem Staubsaugerrohr reduzieren? Anatomisch und psychologisch ist es nicht möglich. Die Vagina, und damit meine ich die weiblichen Sexualorgane, sind nicht trennbar vom Frauenkörper. Ganz im Gegenteil, es ist ein hochsensibles Organ, das mit unserem Gehirn und unserem ganzen Körper verbunden ist. Es ist das intimste, was eine Frau besitzt."
Ich werde ja, zugegeben, misstrauisch, wenn mir jemand die Welt - oder in dem Fall meinen Körper erklärt. Vor allem, wenn es Prostitutionsgegner*innen sind.

WDR einslive hat mich zu einem Interview im Rahmen eines Programms zu “Meinungsvielfalt und Dialog” zum Thema Prostitution eingeladen - und es entpuppte sich als nicht konsensuelle Reality Show. Vor laufender Kamera sollte ich auf eine Prostitutionsgegnerin treffen - ohne Vorbereitung. Das fand ich zum Kotzen.

Teil 1: Tantra - Keine Unterscheidung zwischen heilig und profan?

bondage tantra berlin

Am 1. Juli 2017 ist das „ProstitutiertenSchutzGesetz“ in Kraft getreten. Das Gesetz mit dem irreführenden Namen hält eine Reihe neuer Bestimmungen und Auflagen bereit für Menschen, die professionell mit Sexualität arbeiten. Sowohl für Betreiber*innen von Prostitutionsstätten als auch für Einzelpersonen werden die Arbeitsbedingungen massiv erschwert. Insbesondere die eingeführte Meldepflicht für Prostituierte sowie die Pflicht, ab spätestens 1. Januar 2018 den sogenannten „Hurenausweis“ mit sich zu führen, lassen starke Zweifel daran aufkommen, ob das Gesetz wirklich zum Schutze gedacht war oder nicht vielmehr zur umfassenden Kontrolle und Überwachung von Sexarbeiter*innen.

Befreiung der weiblichen Begehrens

In der taz habe ich über die "potente Frau" geschrieben. Hier könnt ihr den Artikel vom 4. Juli nachlesen. Oder klicke auf das Foto!

 

Foto: André Wunstorf Thanks!