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FAQ - häufig gestellte Fragen zu Massage, Tantra, Bondage, BDSM

Praktisches

Inhaltliches

 

Praktisches

1. Wo finde ich Dich?

Ich habe mein privates Studio in einer ruhigen Seitenstraße in Neukölln (Nähe U-Bahn Leinestraße). Bilder von meinen Räumlichkeiten findest Du hier. Wenn Du einen Termin mit mir vereinbarst, bekommst Du von mir die genaue Adresse. Nimm bitte Kontakt mit mir auf.

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2. Muss ich irgendetwas für die Session mitbringen?

Alles was wir für die Session benötigen habe ich hier (Öle, Tücher, Seile und Spielzeuge).Wenn Du trotzdem etwas Bestimmtes ausprobieren oder mitbringen möchtest, kannst Du das gerne tun. Bitte gib mir aber vorab – schon bei der Anmeldung – einen Hinweis zu Deinen Wünschen, damit wir sie besprechen können.

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3. Kann ich bei Dir duschen?

Du kannst vor und nach der Session bei mir duschen. Handtücher und Hygieneartikel sind vorhanden.

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4. Wer sind Deine Klienten? Behandelst Du Männer und Frauen?

Ja, und alles dazwischen. Willkommen sind Männer, Frauen, Menschen die sich mit keinem der beiden vollständig identifizieren oder mit beidem und Menschen, die sich auf dem Weg zwischen den Geschlechtern befinden. Allerdings musst Du über 18 Jahre alt sein.

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5. Behandelst Du auch Menschen mit Behinderung/körperlicher Einschränkung?

Du bist herzlich willkommen auch mit Handicap. Allerdings ist mein Studio im 4.Stock und nicht behindertengerecht zugänglich. Wenn Du dennoch eine Session buchen möchtest, kontaktiere mich persönlich, ich mache in diesem Ausnahmefall auch Hausbesuche.

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Inhaltliches

1. Darf ich bei der Massage auch aktiv werden? Darf ich dich berühren?

Jede Session ist eine intensive Körper-zu-Köper-Erfahrung, in die ich meine sexuelle Energie und erotische Präsenz einbringe. Du bekommst viel von mir und meinem Körper mit, von seiner Bewegung, seinem Gewicht und seiner Wärme. Wieviel du mich berühren darfst und wieviel Gegenseitigkeit im erotischen Spiel stattfindet, hängt von unserer Verabredung ab und von der Session, die Du buchst. Ich behalte mir vor, Grenzen zu setzen, wenn ich etwas nicht möchte. Den aktiven Teil übernehme bei den meisten Sessions meist ich. Die Chance für Dich ist dabei, die Qualität von Empfangen voll auszukosten und ganz in Deine Erfahrungswelt zu tauchen.

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2. Was ist Tantra?

Tantra ist eigentlich eine Philosophie und spirituelle Weltanschauung, deren Tradition vor mehr als 1500 Jahren in Indien begründet wurde und die ihre Ursprünge im Hinduismus und Buddhismus hat. Mit dieser alten Tradition hat das, was heute meist als Tantra bezeichnet wird, nur noch am Rande zu tun. So wie wir den Begriff heute in Europa gebrauchen, unterliegt er einem etwas inflationären Gebrauch, der ihn immer weniger verständlich und auch immer weniger glaubwürdig macht.
Wenn heute von Tantra gesprochen wird, ist meist das sogenannte Neotantra gemeint, mit dem auch eine ganze Szene oder Subkultur in Verbindung gebracht wird. Man muss sich aber nicht gleich mit dieser Szene identifizieren, um das eigene Leben mit tantrischen Elementen zu bereichern.

Wenn ich von Tantra spreche, identifiziere ich mich mit folgenden Aspekten dieser Philosophie und Praxis, die auch relevant für meine Arbeit sind:

  1. mit der Umarmung all dessen, was das Leben bringt – auch der „dunklen“ Seite
  2. mit der Verabschiedung der Begriffe „richtig“ und „falsch“ – Non-Dualität
  3. mit der Erkenntnis von Schönheit und Kraft in jedem Wesen und deren Achtung
  4. mit der Grundüberzeugung, dass „Erleuchtung“, Erfüllung und Glück in DIESER Existenz, also mit und durch unseren Körper möglich sind und stattfinden. Nutze Deinen Körper!
  5. mit der Möglichkeit, durch Bewusstheit und voller Präsenz im Umgang mit sich selbst und anderen mehr Tiefe im Dasein zu erzeugen
  6. mit dem Verständnis von Ekstase und Lust als natürlichen Ausdrucksformen des menschlichen Daseins und als Tore zu tieferen Seinserfahrungen

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3. Was ist BDSM?

BDSM ist ein Kürzel für die Begriffspaare Bondage & Disziplin, Dominanz & Submission, Sadismus & Masochismus und bezeichnet eine Reihe miteinander in Verbindung stehender erotischer und sexueller Vorlieben und Praktiken. Einschränkung der Bewegungsfreiheit, Spiele mit Macht, Unterwerfung und Hingabe und das lustvolle Erleben von Schmerz sind dabei die grundlegenden Elemente. Die verschiedenen BDSM-Praktiken werden von manchen einzeln und unabhängig voneinander, von anderen in bestimmten Kombinationen bevorzugt. Menschen, die Schmerz mögen, müssen nicht unbedingt Freude an Erniedrigungs- oder Unterwerfungsspielen haben. Wer Fesselspiele mag, kann manchmal nichts mit anderen BDSM-Praktiken anfangen. Zum Beispiel wird Japanisches Bondage (Shibari) oft als eigene Kunstform verstanden, unabhängig von anderen Teilbereichen des BDSM.

Die entscheidende Voraussetzung für BDSM-Spiele ist der selbstbestimmte Entschluss verantwortungsbewusster Menschen zum Gebrauch dieser Praktiken. SAFE, SANE, CONSENSUAL – sicherheitsbewusst, mit klarem Verstand, einvernehmlich, das ist die Grundlage von BDSM.

Dann geht es bei BDSM zunächst einmal vor allem um die Qualitäten und die Prinzipien der einzelnen Praktiken, nicht um die Quantität und die Intensität bei ihrer Ausübung. Es geht nicht darum, möglichst viel zu wagen und auszuhalten, sondern um das, was einem gefällt und gut tut. Die gewünschte Intensität ist dabei völlig individuell, sie wird im gemeinsamen Spiel vorsichtig entdeckt. Deshalb ist Kommunikation ein weiteres sehr wichtiges Element in der BDSM-Praxis.

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4. Was ist BDSM nicht?

BDSM…

  • ist keine Gewalt
  • ist keine Perversion
  • ist keine Krankheit
  • heißt nicht, dass man im normal Leben auch so ist/das Gegenteil ist/etwas kompensiert

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5. Warum BDSM? Bist Du eine Domina?

Nein. Ich bin keine professionelle Domina. Ich biete Elemente des BDSM vor allem deswegen in meiner Arbeit an, weil sie einen besonderen Zugang zu bestimmten Emotionen ermöglichen, weil sie eine neue Erfahrungswelt öffnen, die transformierend, öffnend, verändernd wirken kann. Ich begegne Dir nicht in High Heels und Lack & Leder. Wenn Du bereits Erfahrungen mit BDSM gemacht und konkrete Wünsche hast, wird eventuell etwas dabei sein, was ich Dir nicht erfüllen kann oder möchte. Solltest Du bestimmte Vorstellungen haben, sprich diese bitte im Vorfeld mit mir ab, wenn Du Dich zu einer Session anmeldest. Im Allgemeinen aber ist die Voraussetzung für die Erfüllung dergleichen individueller Wünsche, dass wir uns schon etwas besser kennen.

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6. Bei BDSM geht es doch um das Spiel mit Macht. Was hat Sexualität mit Macht zu tun?

Wir haben ein gespaltenes Verhältnis zu Macht. Macht ist in vielerlei Hinsicht ein Tabu. Oft scheint es, als sei das Bedürfnis, Macht zu haben und sie auszuagieren – oder auch sich ihr zu unterwerfen – etwas Schlechtes. Das ist oft angemessen und verständlich in einer Gesellschaft, in der das kritische Hinterfragen von bestehenden Machtverhältnissen selbstverständlich ist; auf jeden Fall ein wichtiger Bestandteil ihrer Konzeption ist.

Mit einem humanistischen Menschenbild und demokratischen Gesellschaftsverständnis arbeiten wir an der Gleichheit und setzen dabei Freiheit schnell mit paritätischer Machtverteilung gleich. In diesem Bemühen wird aber häufig ausgeblendet, dass Machtverhältnisse immer und überall existieren. Führen und Folgen, Geben und Nehmen, Lehren und Lernen… – sie haben alle etwas mit Machtverhältnissen zu tun. In unseren sozialen Beziehungen des Alltags spielt Macht überall eine Rolle, mal mehr, mal weniger deutlich. Sie mäandert an unterschiedlichen Achsen – Geschlecht, Alter, Status, Wissensstand, Schönheit...– und sie ist organischer Teil des menschlichen Miteinanders. Sie komplett auszublenden oder zu bekämpfen heißt deswegen auch, ihr positives Potential nicht anzuerkennen.

Macht zu spüren und damit umzugehen, ist nichts Ungewöhnliches und hat viel positives Potential. In einer befriedigenden Art und Weise mit Macht umzugehen, erfordert Einfühlungsvermögen, Intelligenz und Feinabstimmung. Dementsprechend kann die Fähigkeit zur Hingabe großer Stärke bedeuten, weil sie Ausdruck von Vertrauen und Mut ist.

Natürlich haben Machtverhältnisse auch an unserem privaten Beziehungsleben und unserer Sexualität einen entscheidenden Anteil. So kann eine besondere Machtdynamik eine Beziehung enorm intensivieren – in durchaus positivem Sinn für beide, für die Person, die Macht ausübt, wie für diejenige, die sich ihr unterwirft. BDSM-Praktiken spielen auf vielfältige Weise mit Machtverhältnissen. Aber tatsächlich beginnt das Spiel mit Macht schon lange vor Unterwerfungs-/Erniedrigungsspielen.

Wenn wir keine Angst zu haben brauchen, unserer Souveränität zu verlieren und beginnen – verabredet und im Einverständnis – mit diesen Phänomenen zu spielen, können wir die große Kraft und Dynamik erfahren, die dem Gefälle von Macht innewohnt.
Wir verlieren dadurch nicht das rücksichtsvolle und gleichzeitig selbstbestimmte Wesen, das wir sonst selbstverständlich sind oder zu sein versuchen.

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7. Tantra und BDSM – wie geht das zusammen?

Wenn sich auch auf den ersten Blick Leder, Lack und Fesseln nicht mit Räucherwerk, Sarong und Mantra in Verbindung bringen lassen, gibt es einige wichtige Parallelen von Tantra und BDSM:

  • der ritualisierte Umgang mit Sexualität und sexueller Energie
  • die Fokussierung und gesteigerte Aufmerksamkeit
  • die Bewusste Auseinandersetzung mit Geben und Empfangen
  • die Intensivierung des Erlebens bis hin zur Ekstase und die aktive Suche danach
  • die Möglichkeit neuer, intensiver körperlicher und psychischer Erfahrungen, die Transformation, Veränderung und Erweiterung des Horizonts bieten können
  • die Öffnung für alle Möglichkeiten menschlicher Empfindungsfähigkeit und keine Scheu, dieser zu begegnen.
  • das Begreifen von Sexualität als eigene Kraft, die nicht an genormte Beziehungskonzepte gebunden ist